Erfahrung

Zukunft hat hier Heimat.

Für mich ist Kommunalpolitik etwas ganz Pragmatisches und Nahbares. Ich betreibe Kommunalpolitik nach „alter Väter Sitte“. Das heißt, ich engagiere mich bereits unabhängig von meinem Mandat ehrenamtlich in meinem Dorf und pflege die Dorfgemeinschaft. So stehe ich im ständigen Austausch mit meinen Mitmenschen, erhalte Anregungen und Kritik und kann diese in meine Ratsarbeit einfließen lassen. Im Wahlbezirk Kayhauserfeld erhalte ich ein starkes Votum (Gemeindewahl 2021: 132 von 302 Personenstimmen). Meine Parteizugehörigkeit dient mir und meinen Mitmenschen lediglich als politischer Wertekompass. Als Mandatsträger erhalte ich von den Wählerinnen und Wählern ein freies Mandat, das von meiner Parteizugehörigkeit losgelöst ist. Aus diesem freien Mandat heraus versuche ich, pragmatische und logikbasierte Entscheidungen zu treffen.

Mein politischer Werdegang

  • 2009 bis 2025: Mitglied in der Freien Demokratischen Partei (FDP)
  • 2009 bis 2022: Mitglied bei den Jungen Liberalen (JuLis)
  • 2015 bis 2021: Ortsverbandsvorsitzender der FDP Bad Zwischenahn
  • 2011: Erstmalig zur Gemeindewahl in Bad Zwischenahn angetreten
  • seit 2016: Mitglied im Rat der Gemeinde Bad Zwischenahn
  • seit 2017: Vorsitzender des Schulausschusses
  • seit 2016: Mitglied im Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales, Ausschuss für Feuerlöschwesen, Betriebsausschuss für Wasser und Abwasser
  • seit 2021: Fraktions- bzw. Gruppenvorsitzender von FDP/ Volt
  • seit 2021: Stellvertretender Vorsitzender der Mehrheitsgruppe von SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und FDP/ Volt
  • seit 2025: Mitglied bei Volt Deutschland

Mein Herzensthema: Schulpolitik

Bildung ist ein Freiheitsthema. Eine gute Bildung eröffnet Chancen für individuellen Wohlstand und gesellschaftlichen Aufstieg. Daher engagiere ich mich seit 2017 als Vorsitzender des Schulausschusses für die Schullandschaft in Bad Zwischenahn. Der Landkreis Ammerland ist geborener Schulträger. Die Trägerschaft wurde allerdings vor Jahrzehnten an die Ammerlandgemeinden und die Stadt Westerstede übertragen. Somit ist die Gemeinde Bad Zwischenahn für die Liegenschaften, Immobilien und Ausstattung sowie das nichtpädagogische Personal (Hausmeister, Sekretariat etc.) ihrer sechs Grundschulen, der Oberschule und des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht zuständig.

Folgende Projekte durfte ich in den letzten zehn Jahren mitgestalten:

  • Energetische Sanierung des Schulzentrums
  • Medienentwicklungskonzept: eigener Antrag und Voraussetzung für Fördermittel aus dem DigitalPakt
  • Gemeindliches Berufscoaching: Übergang Schule und Beruf
  • DigitalPakt des Bundes
  • Erhöhungen der Schulbudgets
  • Grundschulsanierungskonzept
  • Ausbau des Ganztagsunterrichtes für Grundschulkinder
  • Schulorganisatorische Zusammenlegung Christophorus-Grundschule Bad Zwischenahn für Schüler katholischen Bekenntnisses und der Grundschule Rostrup

Meine persönliche Meinung: Unser Bildungssystem entspricht nicht mehr der heutigen Lebensrealität. In meiner beruflichen Tätigkeit als Ausbilder begegnen mir fast täglich junge Menschen, die insbesondere seit der Corona-Pandemie immer größeren psychischen Belastungen ausgesetzt sind. Die Vorbereitung dieser jungen Menschen auf das Leben ist jedoch nicht allein Aufgabe des Staates und seines Bildungssystems, sondern auch des Elternhauses.

Wir benötigen daher dringend mehr Sozialarbeiter an unseren Schulen. Der Unterricht sollte unseren Schülerinnen und Schülern den Spaß am lebenslangen Lernen vermitteln, ihre Selbstständigkeit fördern und ihr Selbstbewusstsein stärken, statt ihnen Formeln und Vokabeln beizubringen. Die digitale Kompetenz im Umgang mit künstlicher Intelligenz und sozialen Medien ist heute unverzichtbar, doch die Handschrift bleibt wichtig, da sie die Konzentrationsfähigkeit, die Gedächtnisleistung und das kreative Denken fördert.

Ich unterstütze die Forderung von Volt Deutschland den Föderalismus in der deutschen Bildung abzubauen, da es ansonsten keine tatsächliche Bildungs- und Chancengerechtigkeit geben kann.

Gretchenfrage: Christophorus-Grundschule für Schüler/innen katholischen Bekenntnisses

Für mich war die schulorganisatorische Zusammenlegung der Christophorus-Grundschule Bad Zwischenahn für Schüler/-innen katholischen Bekenntnisses und der Grundschule Rostrup in den letzten Monaten in vielerlei Hinsicht eine Gewissens- und Grundsatzfrage:

Als ehemaliger Schüler der katholischen Grundschule (von 1994 bis 1998) hätte ich aus persönlicher und emotionaler Betroffenheit gegen die Zusammenlegung stimmen können.

Als getaufter Katholik aus dem Emsland im protestantischen Ammerland hätte ich mich für die religiöse Minderheit der St.-Marien-Gemeinde in Bad Zwischenahn einsetzen können.

Als Vorsitzender des Schulausschusses habe ich es jedoch als meine Verantwortung gesehen, mit allen Betroffenen das Gespräch zu suchen. Dazu zählten die Elternvertretung, die Schulleitung und die Pfarrgemeinde, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung waren. Als Sitzungsleiter des Schulausschusses ist es meine Aufgabe, für einen reibungslosen Ablauf gemäß der Geschäftsordnung der Gemeinde Bad Zwischenahn zu sorgen.

Nach Abwägung der folgenden Gründe habe ich als freier Mandatsträger aber für die Zusammenlegung gestimmt:

  • Die Christophorus-Grundschule ist in gemeindlicher Trägerschaft und eine Bekenntnisschule. Sie ist keine Grundschule in kirchlicher, privater oder freier Trägerschaft und auch keine Förderschule.
  • Somit wird sie aus Steuermitteln und nicht durch Schulgelder finanziert. Zudem gefährdet sie die Unterrichtsversorgung anderer Grundschulen.
  • Die Christophorus-Grundschule ist keine christliche Privatschule, die dazu dient, Kinder aus privilegierten Elternhäusern vor muslimischen Einwandererkindern zu schützen.
  • Es gibt keine Lehrerschaft mit römisch-katholischer Konfession mehr. Es wird kein katholischer Religionsunterricht mehr angeboten.
  • Die Einzügigkeit ist nicht mehr gewährleistet. Der Begriff „Einzügigkeit” bezeichnet meist eine Schule, die pro Jahrgangsstufe nur eine Klasse führt.